Gruppenraum der Kinderstube

Waldorf - Kinderstube Stiftingtal 
(Kinderkrippe)

Stiftingtalstraße 79
8010 Graz

0316 / 35 42 82


Freispiel im Garten
Seit dem Jahr 2004 gibt es in Graz, Stiftingtalstraße 79 die Kleinkindbetreuung auf den Grundlagen der Waldorfpädagogik.

In der Waldorfkinderstube werden 12-14 Kinder im Alter von 1,5 bis 3 Jahren von Kleinkindpädagoginnen bzw. Waldorf-
kindergärtnerinnen von 7:30 bis 13:30 Uhr liebevoll betreut.

Die großzügigen, mit viel Holz und harmonischen Farben gestalteten Räume, geben den Kindern eine gute Hülle, um sich wohl zu fühlen. Das Spielmaterial besteht ausschließlich aus Naturmaterialien.
Die bis zu 3-woechige Eingewöhnungszeit, zusammen mit Mutter oder Vater, lässt die Kinder behutsam Beziehung aufnehmen zu den Betreuerinnen und der Umgebung.
Auch der rhythmische Tagesablauf mit täglichem Freispiel im Garten und integrierter Schlafpause, trägt zu Sicherheit und Wohlbefinden bei.

Die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten der Kindergärtner-innen, wie zum Beispiel das tägliche Zubereiten der biologischen Kleinkindkost fürs Mittagessen, gibt den Kindern die Möglichkeit in die Tätigkeit einzutauchen, mitzutun oder sie in ihr Spiel einzubeziehen.
Elternabende und Gespräche bieten den Eltern die Möglichkeit zu Austausch und Fragenbeantwortung.


Die Waldorfkinderstube ist dem städtischen Tarifsystem der Stadt Graz angeschlossen.

Zuschauen in der Küche am "Bussifenster"
Eine Mutter erzählt über die Eingewöhnungsphase in der Kinderstube:

An einem kalten Wintermorgen ging ich mit unserer Tochter das erste Mal in die Kinderstube. Stube, ja das Wort passte gut zu der Atmosphäre, die uns empfing: wohlige Wärme, Duft nach frisch gebackenem Brot, freundliche warme Farben und Menschen. Hier war es gemütlich.
Unsere Tochter hielt sich dicht an meiner Seite und schaute umher. Nach einer Weile zog sie mich zu einem Schaukelelefanten. Von dort oben hatte sie einen guten Überblick, was in der Stube so los war, während sie sich im Schaukelrhythmus wiegte. Dieser Schaukelelefant blieb für lange Zeit ihre erste Tätigkeit morgens in der Kinderstube.
Während sich unserer Tochter in den folgenden Tagen mit Kindern, Tanten und Spielsachen vertraut machte, hatte ich Gelegenheit, zu schauen und zu staunen. Da kamen morgens diese kleinen ?Zwerge" so selbstständig über die Schwelle als wechselten sie nur die Stube innerhalb ihrer Wohnung. Zweijährige schmierten mit grenzenloser Ausdauer Butter auf Jausenbrote. Und zehn kleine Kinder konnten gleichzeitig still am Tisch sitzen und z.B. Salat essen.
Staunen konnte ich auch mit welcher Wärme und Freude Tanten und Kinder morgens jeden Einzelnen empfingen. Beim Spielen, beim Essen, beim Wickeln immer waren die Tanten mit ihrer Aufmerksamkeit ganz bei den Kindern und Tag für Tag ausgeglichen und fröhlich (wie machen sie das??).

Je weniger meine direkte Nähe für unsere Tochter notwendig war, umso mehr tauchte sie in das Kinderstubenleben ein und konnten die Tanten Kontakt mit ihr aufnehmen: erst nur ein Blick, dann ein Ansprechen, ein Beim-Namen-Nennen, eine kleine Berührung bis hin zum Wickeln und Trösten. Später hörte ich beim Elternabend, dass die Eingewöhnung nicht nur für die Kinder gedacht war. Ja, ich hatte mich auch eingewöhnt, durfte 3 Wochen am Kinderstubenleben teilnehmen und wusste, dass es unserer Tochter gut dort gehen würde. Schön wenn sie und die anderen kleinen Kinder mir auf der Fensterbank sitzend nachwinkten, während ich meinem Tagwerk zueilte. Sie hatten es wohlig und warm in ihrem kleinen Paradies. Manchmal -ich gebe es gern zu- hätte ich Lust gehabt mit ihnen zu tauschen.
 
                Zeit zum Staunen                                                im Sand                                                Ruhemomente